fbpx

Ein ausgezeichneter Servette bezwang einen aggressiven FC Luzern. Nach dem 2-0-Sieg übernehmen die Grenat den vierten Platz.


Was für eine erste Halbzeit der Genfer! Dank seiner Spiellust und seiner Intensität überrannte der SFC den FC Luzern. Der Mann dieser ersten Hälfte? Alex Schalk!

In den ersten 45 Minuten zeigte der Bomber von Breda seine Klasse und sein Talent. Mit dem Niederländer fand Servette in seinen Offensivaktionen den Spielfluss wieder, der wenige Tage zuvor im Letzigrund schmerzlich vermisst wurde.

Kaum hatte das Spiel angefangen, dass Schalk Müller zu einer ersten Parade zwang. Weniger als zwei Minuten später netzte er nach Vorarbeit von Kyei mit einer Direktabnahme ein. Das Spiel war fünf Minuten alt, aber die Grenat erstickten ihren Gegner bereits.

Der Rest der ersten Halbzeit war eine Galavorstellung des Servette FC, der grossartige Aktionen zeigte. Stevanovic, Schalk und Kyei waren lauffreudig und erarbeiteten sich mehrere Grosschancen. Die Genfer Überlegenheit konkretisierte sich erst zum Ende der ersten Hälfte, als ein wiedergefundener Stevanovic eine wunderschöne Kollektivaktion meisterschlich abschloss.

Kurz vor der Pause drängten sich die sechs Schiedsrichter auf schlechteste Art in den Vordergrund. Luzerns Bürki, der in der ersten Halbzeit bereits mit anderen unschönen Gesten auf sich aufmerksam gemacht hatte, beging vor den Auswechselbänken ein böses Foul an Stevanovic. Darauf folgte eine hitzige Szene zwischen Staff und Spielern beider Mannschaften. Herr Tschudi, der vom vierten Offiziellen und vom VAR unterstützt wurde, traf die unfassbare Entscheidung, Schalk für einen Schubser glatt rot zu geben, während er Bürki nur die gelbe Karte zeigte. Die Gesundheit eines Spielers zu gefährden ist also weniger schlimm als ein leichter Schubser.     

Nach diesem Ereignis wurde die zweite Halbzeit fade. Servette stand zusammen und kämpfte solidarisch, war aber unfähig, seinen schönen Fussball weiterhin zu zeigen. Dank einer tollen Einstellung und einer grossartigen Geschlossenheit retteten die Grenat den Sieg in Unterzahl über die Zeit.

Mit diesem schönen Sieg übernimmt Servette den vierten Platz, den er sieben Spieltage vor Meisterschaftsende allein belegt. Am Sonntag ist der Tabellenführer aus Sankt-Gallen zu Gast im Stade de Genève. Anpfiff ist um 16 Uhr.    

Fotogalerie von Servette - Luzern