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Nach einem sehenswerten Spiel im Stade de Genève trennen sich Servettiens und Basler unentschieden.


Vier Spieltage vor Schluss stehen die Grenat der Europa-League-Qualifikation immer näher. Das Remis zusammen mit der Luzerner Niederlage gegen Xamax gewährt den Genfern vier Punkte Vorsprung auf den FC Luzern und auf den FC Zürich (ein Spiel weniger).  

Ein weiterer Beweis der Fortschritte der Geiger-Mannschaft in dieser Saison ist die Reaktion nach dem Spiel: Frust war der vielzitierte Ausdruck. Die Genfer geben sich mit einem Unentschieden gegen den besten Schweizer Verein des 21. Jahrhunderts nicht mehr zufrieden. Der am Sonntag grossartig aufspielende Schalk, der ein Tor und ein Assist zu verzeichnen hatte, bedauerte, dass Servette die Spiele nicht vorentscheiden könne. Er meinte sicherlich die Torchance von Stevanovic in der 51. Minute oder die seinige in der 68. Beide standen in aussichtsreicher Position, doch die Abschlüsse waren zu unpräzis. Alain Geiger freute sich über den «guten Punkt», bedauerte allerdings die zu früh kassierten Ausgleiche nach den Genfer Führungstreffern.

So wie gegen YB am Mittwoch ging der Servette FC in Führung und kassierte den Ausgleich im Anschluss. Kyei eröffnete via Innenpfosten das Skore. 10 Minuten später glich Campo per Elfmeter aus. Schalk traf mit einem Traumtor ins Lattenkreuz zum 2-1. 4 Minuten später glichen die Basler nach einem Standard aus.

Beim Servette FC ist die Müdigkeit nicht unbedingt körperlich. Die Grenat beenden die Spiele in guter Verfassung und zeigen auch dann Präsenz, wenn ihre Gegner bereits Krämpfe verspüren. Mental hinterlässt der horrende Spielrhythmus bei den Geiger-Spielern seine Spuren. Die Konzentration ist nicht mehr so scharf wie vor dem Covid. Kleine Fehler rächen sich.   

Zum 13. Mal in dieser Saison spielten die Genfer unentschieden. Um den europäischen Traum zu verwirklichen, müssen die Grenat zum Sieg zurückfinden. Nach den Begegnungen gegen die Grossen der Super League trifft Servette nun auf die vier Letzten der Liga. Thun auswärts, Xamax zu Hause, Lugano im Cornaredo und Sitten im Stade de Genève. Es werden keine einfachen Spiele gegen diese Mannschaften, die um den Verbleib in der Super League kämpfen. In zwei Wochen werden die Servettiens Bescheid wissen, ob sie nächste Saison europäisch spielen. Die Meisterschaft bleibt spannend.

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