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Das Publikum, welches bei einem solchen Derby mit voller Inbrunst dabei ist, wird fehlen. Aber Sitten-Servette bleibt ein besonderes Spiel. Bei diesem Derby, das hinter beinahe verschlossenen Türen stattfindet, geht es sportlich um einiges.


Das Spiel

Der FC Sitten kämpft um sein Überleben und empfängt die Grenat, die nur noch zwei Punkte Rückstand auf das Podest der Super League aufweisen. Diese Begegnung findet am 24. Juni vor 1'000 Zuschauern im Tourbillon statt.

Jeder, der beide oberen Sätze vor der Saison gelesen hätte, wäre aus allen Wolken gefallen…So sieht jedoch die Realität dieses sehr speziellen Derbys aus, welches beide Rivalen aus der Romandie am heutigen Abend bestreiten werden. Servette startete mit einem Remis gegen den FC Lugano in die Nach-Covid-Zeit. Dank diesem Punkt rücken die Grenat näher zum 3. Platz, aber die Verfolger bleiben auf den Fersen: der FC Luzern und der FC Zürich weisen 4 bzw. 6 Punkte Rückstand auf Servette auf. Der FC Sitten startete seinerseits mit einer Niederlage gegen den Sankt-Galler Tabellenführer und kommt dem Barrage-Platz bedrohlich näher.   

«Die Spieler sind Schauspieler, Künstler, sie mögen es nicht, wenn sie vor leeren Rängen spielen müssen», sagte Alain Geiger über die Grundstimmung nach der Begegnung gegen den FC Lugano. Dies wird am heutigen Mittwoch umso mehr zutreffen, wenn die 22 Protagonisten den Platz betreten werden. Das Rhone-Derby wird mit dem Herzen, aus dem Bauch heraus und mit der Unterstützung der zahlreichen Fans gespielt, unabhängig davon, ob sie Walliser oder Genfer sind. Heute wird alles anders und es erinnert an einem anderen Derby, welches vor 19 Jahren hinter verschlossenen Türen stattfand…

Die Erinnerung an den 19. April 2001

Jacques Wullschleger, welcher den Spielbericht zu diesem Derby in der Westschweizer Zeitung Le Matin verfasste, hätte wohl nie gedacht, dass man eines Tages seinen Artikel auskramen würde, und dennoch…«Kein Zuschauer, kein Sieger» war die Überschrift. Er beendete seinen Bericht damit, dass dieses Spiel hinter verschlossenen Türen «das erste und das letzte» der Geschichte bleiben würde. Doch die Fakten geben ihm 19 Jahre später Unrecht!

Am 19. April fand das Derby nach einem vom SFC eingereichten Protest unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Einen Monat vorher hatte Servette im ersten Spiel mit 2-1 verloren, als Eric Pédat von einer Petarde im Gesicht getroffen wurde und aus einem Ohr nichts mehr hörte. Er musste sich auswechseln lassen und Roth ersetzte ihn zur Halbzeit. Die Grenat bekamen Recht…Die Begegnung wurde als Geisterspiel wiederholt! Schlussresultat 1-1 mit Toren von Poueys (Sitten) und Thurre (Servette).  

Die Schiedsrichter

Das Rhone-Derby wird erneut von Lionel Tschudi geleitet. Er pfiff nämlich bereits die zwei ersten Derbys der Saison (0-0 in Genf, 1-1 in Sitten). Seine Assistenten sind die Herren Stéphane De Almeida und Efe Kurnazca. Im VAR-Raum befinden sich die Herren Fedayi San und Nikolaj Hänni.