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Mahélys Dorval kam in Bourg-en-Bresse auf die Welt und wurde bei der AS Saint-Étienne ausgebildet. Mit Servette spielte sie zum ersten Mal in der höchsten Spielklasse.


Weisst du noch, was dazu führte, dass du mit dem Fussball anfangen wolltest?

Es war auf dem Pausenplatz, ich war ca. 10 Jahre alt und ich spielte immer mit den Jungen. Fast alle spielten schon im Verein und eines Tages schlugen sie vor, dass ich mitgehe. Weil ich es in der Schule schon sehr gerne hatte, dachte ich mir: «Warum nicht?» und ich ging mit.

Wann kam die Idee, eine Karriere auf höchstem Niveau zu machen?

Nach dem nationalen Cup in Clairefontaine mit der Rhône-Alpes-Liga konnte ich zur Association Sportive de Saint-Étienne wechseln. Damit machte ich den ersten wichtigen Schritt dazu.

Wie lief dein Abenteuer in Saint-Étienne?

Ich blieb vier Jahre in Saint-Étienne. Am Anfang war es schon eine Herausforderung, mich an der Kombination Sport und Studium sowie am Niveau zu gewöhnen, aber ich konnte meinen Platz in der Gruppe und auf dem Feld finden. Es war wirklich eine grossartige Erfahrung.

Was ist der beste Moment deiner Karriere?

Mein bester Moment war ein Derby gegen Olympique Lyonnais, als ich mein erstes Jahr in der U19 bestritt. Wir brannten immer das ganze Jahr darauf, diese hochkarätige Begegnung zu bestreiten. Ich weiss noch, dass die Temperaturen sehr heiss waren und dass das Spiel angespannt verlief, aber wir gewannen mit 3-1. Immens!  

Wie ist es dazugekommen, dass du im Sommer zu Servette gewechselt bist?

Für mein Studium wollte ich nach Genf kommen. Ich überlegte sogar, mit dem Fussball aufzuhören. Ich sprach mit meinen Trainern darüber, die mir empfohlen, weiterzumachen. Sie kannten Eric [Sévérac] und ich verbrachte die Sommervorbereitung in Probe, danach wurde ich vom Verein aufgenommen.  

Was hältst du heute von deiner Entscheidung?

Auch wenn ich zu einem bestimmten Zeitpunkt keine grosse Lust verspürte, weiterzuspielen, auch weil man mir nicht das anbot, was ich wollte, bereue ich es heute überhaupt nicht. Ich spiele nun mit sehr guten Spielerinnen zusammen, die einen unglaublichen Schatz an Erfahrung besitzen, und dementsprechend kann ich jeden Tag dazu lernen. Ich versuche, mir an ihnen ein Vorbild zu nehmen und mich an ihrer Seite zu verbessern.

Du gehörst zur grossen Französinnen-Gruppe beim Servette FCCF. Half es dir bei deiner Integration, dass es ehemalige Spielerinnen von Saint-Étienne oder Lyon in der Mannschaft gab?

Die ehemaligen Spielerinnen von Saint-Étienne kannte ich vorher nicht persönlich. Wir waren nicht zur selben Zeit bei jenem Verein. Aber die Beziehung hat sich zwangsläufig vertieft, es kam auf natürliche Weise. Hingegen kannte ich Kenza, weil wir gemeinsame Freunde haben, das half mir sehr, ja.  

Inspiriert dich ein Spieler oder eine Spielerin besonders?

Antoine Griezmann. Er wollte unbedingt Fussball spielen, er hat trotz vielen Hindernissen nie aufgegeben und heute läuft er für Barça auf.

Was hast du nun für Ziele?

Zuallererst möchte ich meinen Führerschein machen. Im Fussball möchte ich meinen Platz in der Mannschaft festigen.

Wie beurteilst du den Saisonanfang des Servette FCCF?

Wir sind sehr gut gestartet und haben sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft gute Resultate geholt. Aber wir sind noch nicht am Ende des Weges und wir wollen bis zum 30. Mai weitermachen und nicht locker lassen.

Drei Adjektive, die dich beschreiben?

Lustig, rigoros und grosszügig.