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Nach einer grossartigen Leistung setzten sich die Servettiennes gegen den amtierenden Schweizer Meister durch. Die Tore schossen Marianne di Pasquale und Maeva Sarrasin (zweimal).


Trotz der unglaublichen Erfolgsbilanz der Zürcherinnen – 10 der 12 letzten Meisterschaften gewannen sie, sechs Niederlagen seit 2011, eine einzige Niederlage in den letzten 18 Monaten – liefen die Servettiennes komplexfrei in Balexert auf. Sie wollten das Spiel machen. Von Anfang an brachten die offensiven Spielzüge Gefahr vors Tor von Peng, die einen Schuss von Fleury (10’) parierte und erleichtert war, als mehrere Flanken ihr Ziel knapp verfehlten. Caroline Abbé köpfte nach einem Eckball am Tor vorbei und Sandy Maendly verpasste auf Weitschüssen zweimal knapp. Gegen den Spielverlauf entkam Zürich auf der linken Abwehrseite, Gaëlle Thalmann wehrte einen Flankenschuss auf das Knie von Barla Deplazes, die glücklicherweise den Torreigen eröffnete (26’).

Die Grenat gaben nicht auf und Paulo Serrano konnte nach einem Doppelpass mit Sandy Maendly in den Strafraum eindringen, zwei Verteidigerinnen ausdribbeln, bevor sie leider knapp am Tor vorbeischoss. Eine Torchance folgte auf die andere und es brauchte eine grossartige Parade von Peng, um einen Maendly-Versuch zu entschärfen. Der Ausgleich fiel nach einem Eckball dank einem Kopfball von Marianne di Pasquale (34’). 5 Minuten später köpfte Caroline Abbé nach einem Eckball, allerdings ging der Ball an den Pfosten und von da an eine Spielerin, die ihn wieder zum Tor spielte, bevor sie befreien konnte. Im Wirrwarr dachte man, dass der Ball die Linie bereits überquert hatte, der Schiedsrichter pfiff, allerdings zeigte er auf Strafstoss. Die Zürcherin berührte den Ball vermutlich mit der Hand. Maeva Sarrasin verwandelte sicher und brachte die Servettiennes in Führung (39’).    

Nach der Pause gleiche Feststellung: die Spielerinnen von Eric Sévérac dominierten und hatten die besseren Torchancen. Maeva Sarrasin konnte diese Überlegenheit in Tor ummünzen. Ihr fabelhafter Weitschuss ging ins Lattenkreuz (55’). Nach einer Stunde zeigte sich Zürich immer gefährlicher, während Servette, obwohl er versuchte, nach vorne zu spielen, das Resultat zu verwalten begann. Fabienne Humm schoss das Anschlusstor (73’) und das Spiel wurde angespannter. Die letzten Spielminuten waren intensiv und zweikampfbetont und es hätte für Léonie Fleury gravierende Folgen haben können. Mit dem Blick nur auf den Ball sah sie die hinauslaufende Zürcher Torhüterin nicht kommen. Sie blieb nach dem Zusammenprall bewusstlos liegen. Nach langem Bangen konnte man sie hinaustragen. Die Torhüterin wurde dem Platz verwiesen (87’). Der FCZ griff weiterhin an, aber die Genfer Abwehr leistete Widerstand. Mit einem verfehlten Kopfball jagten die Gäste den Zuschauern einen letzten Schauer über den Rücken, dann pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab. Der Genfer Sieg war perfekt.

Die Servettiennes zeigten, dass sie fähig sind, die Besten des Landes zu schlagen, und provisorisch platzieren sie sich verdient auf dem zweiten Tabellenplatz mit 9 Punkten in 4 Spielen. Nur Basel mit 10 Punkten steht besser da. Am nächsten Wochenende spielen die Genferinnen in Gurmels (Kanton Freiburg) auf dem Platz «en Froideville». Gegner im Cupspiel ist der FC Courgevaux, der in der 1. Liga aufläuft. Das nächste Meisterschaftsspiel findet in zwei Wochen gegen das Schlusslicht Grasshoppers in Zürich statt.